Im unteren Teil des Bildes haben Sie eine Gesamtaussicht der sub-aventinischen Ebene und des Testaceushügels. Unten links, die Biegung des Tibers, der weiter zum Hafen Ostia fließt. Eine mit Lagerhäusern, Insulæ und Residenzen dicht gebaute Gegend, so sieht die sub-aventinische Ebene aus.










Es ist nur nachdem er die Deciusthermen eingeschloßen hat, daß der Aventinhügel ein sanftes Gefälle bis zur Ebene anfängt. In der Mitte des Bildes vermutet man den Vicus Platanonis der den Gipfel mit der Ebene durch einem langen leichten Absteigen verbindet, und den Vicus Amilustri der längs des westlichen Teils des Aventins läuft. Wunderschöne Domus sind hier in dieser wegen ihrer hervorragenden Aussichten ausgewählten Gegend erbaut worden. Nah bei den Thermen und dem heiligen Wäldchen der Stimula a , hatte Flavius Iulius Quartus sein Domus bauen lassen b; Das Haus der Pactumei c, echtes Schloß, dessen Aussicht sich über die ganze Ebene verbreiten sollte, mußte sich dennoch mit einem großen Stück der Servianischen Mauer m abfinden, die an dieser Stelle unversehrt war und dem Rand der Felswand entlanglief. Auf der anderen Seite des Platanonis d, ein Wäldchen von kurzem Gebüsch, das seine Name dem Vicus gegeben hatte, steht daneben ein anderes Patrizierhaus, das Haus der Suærii e.





Das südliche Teil des Sub-Aventins besaß auch wunderbaren Häuser, unter denen, das wichtigste das des Valérius Potitus a, zu sein scheint. Dieser war wahrscheinlich einer der zahlreichen Konsule der Valerii Familie während der Kaiserszeit. Das zweite Domus zu erwähnen, ist das Haus der Æmilii b. Die Æmilii oder Gens Æmilia bilden eine der wichtigsten Familien der Römischen Geschichte. Nah beim Æmiliihaus, hier ist das Haus des Suetrius Sabinus, c, der Konsul im J. 214 war. Die alte Servianische Mauer, die den Aventin zur Zeit ihres Baus einschloß, ließ unter Konstantin ganzen noch stehenden oder halb eingestürzten Stücke sehen, unter denen die Porta Laverna , d (porta Lavernalis) mit ihrem einzigen unversehrten Tor, das noch auf der Steigung des Vicus Platanonis Wache steht. Auf der anderen Seite des Vicus Portæ Raudusculanæ, das Tor Porta Raudusculana e (Porta Raudusculana), dessen benachbarten Mauer ziemlich beschädigt sind.





Die sub-aventinische Ebene war von der Via Ostiensis die die Tiberufer zur Porta Ostiensis verband, durchquert. Es war deshalb eine wichtige Verbindungsstraße. Für die Zeitgenossen sollte sicher die Via Ostiensis von Tätigkeit brummend scheinen, mit allen diesen Lagerhäusern in der Nähe, die ein ständiges Verkehr bestimmt verursachten. Dennoch standen in der Nähe dieser Lagerhäuser einigen Insulæ (sie waren überall in Rom) sowie ein wichtiges Domus, das Haus und die Gärten des Aurelius Cotta rechts von der Via Ostiensis. War er der Konsul im J. 75, der laut Cicero (Brutus § 202-210) einer der prominentesten Redner seiner Zeit, war ? Wir sind davon nicht sicher, aber wenn er tatsächlich war, wäre er dann Cæsars mutterlicher Onkel. Links der Via Ostiensis und halbwegs des Testaceushügels erleichteten zwei Grabstelen die Plumpheit der Gebäude. Es waren die pomœrische Grabstele des Claudius und die des Vespasians (außer des Modells).











Ganz nah bei den großen Lagerportiken und dem Tiber erhob sich eine Anhöhe Testaceus genannt, die künstlich durch die Anhäufung von zerbrochenen Amphoren aus den Häfen längs des Flußes während der Kaiserszeit errichtet worden sei. Diesen Haufen sieht man unten auf dem Bild.










Das Viereck zwischen dem Tiber links, dem Testaceushügel rechts, und dem Æmeliusportikus oben eingeschloßen war praktisch nur mit Lagerhäusern (a) bedeckt, um alle Waren, die aus dem Hafen Ostia herkamen, zu speichern. Die am Besten identifizierten Warenhäuser sind die von Lollius (c) ( Horrea Lolliana ) und die von Seius (d) ( Horrea Seiana ). Zum Schluß waren sogar Thermen (b), wie es so viele überall in Rom gab, auch mitten in diesem Handelsviertel zu finden.